AMD kriegt gerade noch die Kurve

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Der Chiphersteller konnte seine Verluste verringern, während sich die Umsätze um 22 Prozent verbesserten.

Im ersten Quartal 2008 fuhr AMD einen Verlust von 358 Millionen $ ein, was 59 Cent je Aktie entspricht. Ein Jahr zuvor waren noch 611 Millionen $ Verlust angelaufen oder 1,11 $ je Anteil. Der Umsatz vermehrte sich um 22 Prozent auf 1,51 Milliarden $.

Es war der sechste Verlust in aufeinanderfolgenden Quartalen. Aber es hätte alles noch viel schlimmer kommen können, befand die Börse. Sie reagierte relativ erleichtert und spendierte den AMD-Papieren nachbörslich eine Wertsteigerung von 2,58 Prozent.

Schon vor einer Woche hatte AMD die Erwartungen gedämpft und die angepeilten Umsätze auf 1,5 Milliarden $ reduziert. Als Grund dafür wurden Verkäufe angeführt, die in allen Bereichen schwächer als erwartet ausfielen. Finanzchef Robert J. Rivet verklickerte das jetzt so: „Die saisonale Schwäche des ersten Quartals wurde verstärkt durch ein schwieriges wirtschaftliches Umfeld für die Verbraucher und geringere als erwartete Einnahmen aus Produkten einer früheren Generation. Das führte zu geringeren als erwarteten Einnahmen in allen Geschäftsbereichen.“

Für das zweite Quartal erwartet AMD verringerte Umsätze, wiederum saisonal bedingt durch das gewöhnlich langsame zweite Quartal. Die durchschnittliche Analystenschätzung beläuft sich auf 1,5 Milliarden $ entsprechend einer 9-prozentigen Zunahme gegenüber dem Vorjahr. Zugleich soll der Verlust noch ein Stück weiter zurückgefahren werden.

Die Firma rechnet zudem mit Restrukturierungskosten, deren Höhe sie nicht nennen wollte. Erst in der letzten Woche hatte AMD die INQUIRER-Exklusivmeldung über einen massiven Abbau von Arbeitsplätzen bestätigt, der zuvor von Firmensprechern vehement dementiert worden war.

(bk)

Wall Street Journal

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