Leiten Provider das Sterben der Mobilfunk-Flatrates ein?

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Deutsche Provider von Festnetz- und Mobilfunkanschlüssen wollen verhindern, dass die Kunden ihre Flatrate auch wirklich voll nutzen. Wer das nicht akzeptiert, dem wird der Vertrag gekündigt.

Nach Arcor (wir berichteten) machen nun auch E-Plus und Congstar Druck auf die Kunden mit Flatrate, wie jene in diversen Foren berichten. Demnach sei Mobilfunk-Discounter Congstar seit Ende vergangenener Woche dazu übergegangen, von sich aus Handy-Verträge direkt zu kündigen. Mobilfunkanbieter E-Plus und Festnetzanbieter Arcor drohten bislang ihren Kunden nur, bei fortgesetzter Nutzung ihrer Flatrates das Geschäftsverhältnis zu beenden.

Den Providern sind vor allem jene Flatrate-Nutzer ein Dorn im Auge, die ihre SMS- oder Festnetz-Pauschaltarife sehr häufig nutzen, gerne auch bei Auslandsverbindungen. Blöd nur, dass die Werbung genau mit diesem Verhalten für die Flatrates geworben hatte. Auch schränken die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) die Flatrates nicht wirklich ein. Das hat deshalb auch gleich Verbraucherzentralen auf den Plan gerufen, die den Mobilfunkkunden zur Seite stehen. Gegen die Kündigungsbriefe von Arcor reichte die Verbraucherzentrale NRW bereits eine Unterlassungsklage ein. (rm)

Bild: Arcor

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