Übernahmewelle rollt durch die Technologiebranche

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Ein Tsunami an Fusionen hat die weltweite IT- und Elektronik-Branche in 2007 verändert. Und trotz internationaler Finanzkrise soll es fast so weitergehen.

Im vergangenen Jahr ist das globale Transaktionsvolumen der Branche von 88 auf 127 Milliarden Euro gestiegen. Die Zahl der Übernahmen schoss von 577 auf 713 Firmen hoch – und nicht für alle war Oracle verantwortlich.
Laut einer Studie der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) wird es trotz des Versagens der Banken auch im laufenden Jahr zu nennenswerten Fusionen und Zukäufen kommen, wenn auch das Rekordvolumen von 2007 wohl nicht mehr erreicht wird.
Deutsche Unternehmen waren auch in den Top 10 der größten Transaktionen zu finden: Vor allem SAP stemmte mit dem Kauf des französischen Wettbewerbers Business Objects für 4,8 Milliarden Euro die drittgrößte Transaktion.
“Die Konsolidierung der Branche ist noch längst nicht abgeschlossen. Der Wunsch der Kunden nach integrierten Angebotspaketen zwingt die IT-Unternehmen nach wie vor dazu, ihre Sortimente zu vervollständigen, und das nicht zuletzt durch Zukäufe”, glaubt Kerstin Müller, Partner und Technology-Frontfrau bei PwC. Die Marktbeobachter sehen dabei zwei IT-Ströme: Europäer werden dank des starken Euros in USA zukaufen, während die mit Liquidität gesegneten Aufsteiger aus Asien, speziell Indien, in Europa und insbesondere Deutschland zukaufen werden. Die Asiaten sind bereits verantwortlich für sieben von acht Deals unter 250 Millionen Euro. Mittelständler sind ihnen ohnehin am liebsten. Wer nicht gekauft werden will, sollte also schnell auf die Bäume flüchten. (rm)

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