Google: Manchmal ist es okay, böse zu sein

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Das firmeneigene Mantra “Don´t be evil” wird den Managern offenbar oft um die Ohren gehauen, so dass sie langsam davon abrücken möchten…

inq_googleevil.jpg Googles Motto “Don’t Be Evil” brachte 2001 Paul Buchheit (mittlerweile Gründer von FriendFeed) hervor. Es sollte als selbstgewählte Leitlinie für den Kurs des Unternehmens dienen. 2006  leitete CEO Eric Schmidt, der manche nicht so freundlichen Expansionsschritte des Unternehmens vertreten musste, daraus eine Art “Evil-Minimierungs-Algorithmus” ab.
Noch zeigt Google das berühmte Motto auf seinen Seiten, aber Frontfrau Marissa Mayer deutete in einem Interview in Australien an, dass die Führungscrew die Nase voll habe von dem hehren Anspruch, der ihnen bei jeder kleinen Diskussion ständig um die Ohren gehauen werde. “Wie haben das Motto nie gewählt oder offiziell bestimmt”, scheint Mayer den Boden für einen möglichen Abschied von der moralischen Fußfessel vorzubereiten. “Wenn Dir etwas von den Firmenentscheidungen nicht gefällt, kannst Du sehr leicht das Totschlagargument `Don´t be Evil´ benutzen. Und das wird oft gemacht”, plaudert sie aus dem Google-Firmenalltag.
Sie ist sich allerdings bewusst, dass die Firma PR-Schwierigkeiten hätte, das Motto fallen zu lassen. Am liebsten würden sie es Buchheit für sein FriendFeed-Portal vermachen… (rm)

TechCrunch