Siemens-Korruptionsermittlungen ausgeweitet

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Wie aus Ermittlungskreisen verlautet, sind weitere Unternehmensteile mutmasslich von Korruption betroffen.

Wie Bloomberg von mehreren Personen, die vom Stand der Ermittlungen Kenntnis haben, erfuhr, sollen nach eineinhalb Jahren die Korruptions-Ermittlungen der Müncher Staatsanwaltschaft auf weitere Unternehmensteile ausgedehnt werden. Nicht nur bei Kommunikationsgeräten, sondern auch in der Energie-Sparte (PTD, power transmission and distribution unit) sollen Bestechungsgelder geflossen sein, um an der Konkurrenz vorbei Aufträge an Land zu ziehen. Abgewickelt wurden die Geld-Transaktionen demnach über eine Scheinfirma im Besitz des Konzerns, der Rechnungen für nicht geleistete Dienste stellte und so einen Fonds für Schwarzgeldgeschäfte schuf. Anzunehmenderweise waren die Zahlungen an die Siemens-eigene Briefkastenfirma steuerlich absetzbar. Der Beginn des Gerichtsverfahrens um die Vorgänge zunächst in der Siemens-Kommunikationssparte ist für den 26 Mai angesetzt. [fe]

Bloomberg