Video-Spiele: Freispruch durch höchste Autorität

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Wenn einer weiß, was Horror ist, ist es der Autor Stephen King. Und der hält ein Verbot von gewalttätigen Video-Spielen schlicht für undemokratisch.

King hat in einer Kolumne für Entertainment Weekly erklärt, er selbst sei zwar kein Fan von Videospielen, die Pläne, den Verkauf von angeblich gewalttätigen Games an Spieler unter 18 zu verbieten, regten ihn jedoch auf.

Dass Politiker es sich anmßten anmaßten, Ersatzeltern zu spielen, mache ihn verrückt – die Ergebnisse seien in der Regel desaströs und auf jeden Fall undemikratisch undemokratisch. Die Spiele reflektieren laut King nur die Gewalt, die es bereits in der Gesellschaft gibt. Die Pop-Kultur sei für die Politiker nur der Prügelknabe, damit man die wirklichen Probleme verdrängen könne. Das Wohlstandsgefälle und die Waffengesetze in den USA tragen seiner Meinung nach mehr zur Gewalt bei als Computer-Spiele.

Ändern müsse man anderes: Wenn die Massen-Killer, denen man (oft fälschlicherweise) Videogame-Sucht nachgesagt habe, keine echten Waffen gehabt hätten, wäre es auch nicht zu den Massakern gekommen. Und Eltern sollten sich gefälligst damit auseinandersetzen, was ihre Kinder treiben und auch mal ein Verbot aussprechen, es dann aber auch begründen. [gk]

Yahoo / Reuters