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Verwirrspiel um HDMI-Features
Digital und HD: Zu viel irreführende Werbung?
Die Nutzung der HDMI-Lizenz für die Verwendung des Logos ließ viel Raum für windige Marketingversprechen. Mit den neuen Logo-Richtlinien soll sich das langfristig ändern. Hersteller müssen jetzt Details nennen.
Neue Vorgaben gegen Wildwuchs
Verwirrspiel um HDMI-Features
Beim Kauf eines schicken neuen HD-Fernsehers oder PC-Monitors stellt sich früher oder später die Frage nach dessen HDMI-Version. Kunden könnte sie eigentlich egal sein, weil alle mit diesem Interface ausgestatteten Geräte untereinander kompatibel sein müssen. Allerdings schrieb die Spezifikation bisher nicht viel Verbindliches fest, die Marketing-Agenturen stürzten sich darauf und versprachen Dinge, die die Geräte gar nicht leisteten. Einige Hersteller erfanden sogar neue Spezifikationen und gaben ihnen eine neue Versionsnummer. So benannte einer seine Entwicklung als HDMI 1.4 – das es offiziell gar nicht gibt.
Das HDMI-Konsortium schiebt dem Marketing-Wildwuchs mit neuen Logo-Richtlinien nun einen Riegel vor.
Das High Definition Multimedia Interface (HDMI) findet sich heute in fast jedem neuen HD-Display. Kein Wunder, transportiert es Audio- und Videodaten doch komplett digital und wurde von Herstellerseite speziell für Geräte aus der Unterhaltungselektronik konzipiert – VGA-Monitore sind eben out, wenn multimediales Material in hohen Auflösungen übertragen werden soll. Natürlich wurde dabei nicht vergessen, mit HDCP (High-bandwidth Digital Content Protection) ein passendes Verschlüsselungssystem einzubauen. HDTV-Sendungen lassen sich mittels HDMI-Verbindung selbst in einer Auflösung von 1080p verlustfrei übertragen. Seit der im Jahr 2002 vorgestellten Ur-Norm 1.0 hat sich HDMI ständig weiterentwickelt und ist bis heute in sechs Neuauflagen erschienen (siehe Erscheinungstermine in der HDMI-Versionsübersicht am Ende des Artikels).

Alles digital: Die HDMI-Schnittstelle sitzt in fast jedem aktuellen HD-Display und ist der De-Facto-Übertragungsstandard für HDTV-Signale
Speziell mit HDMI 1.3 haben sich so viele neue Features eingefunden, dass sich der Griff zu einem entsprechend ausgestatteten HD-Display durchaus lohnt (siehe HDMI-Detail-Übersicht am Ende des Artikels). Mit dem im Juni 2006 verabschiedeten HDMI 1.3 verdoppelt sich beispielsweise die Videobandbreite von ehemals 165 MHz auf 340 MHz (10,2 GBit/s). Das ermöglicht höhere Bildwiederholraten von bis zu 120 Hz und liefert mehr Reserven für ruckelfreie Bilder. Dank der höheren Datenrate steigt mit HDMI 1.3 auch die mögliche Farbtiefe von ehemals 24 Bit auf bis zu 48 Bit. Über den nun unterstützten x.v.Color-Farbraum können HD-Displays theoretisch mehrere Milliarden Farben darstellen.

Ansehlich: Der mit HDMI-Version 1.3 unterstützte x.v.Color-Farbraum verbessert die Bildqualität






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