Universal gegen Eigentum an Musik-CDs

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Ein US-Prozess rührt an Grundsatzfragen von Eigentum an Konsumprodukten mit sogenanntem geistigem Inhalt.

Im Gerichtsverfahren Universal Music Group v. Augusto geht es aktuell um die Frage, ob Promo-CDs, an Musikjournalisten und DJs zu Werbezwecken versendet, in deren Eigentum übergehen oder nur eine Lizenz zur “Inkenntnisnahme” mitbringen. Der Beklagte Troy Augusto nämlich betreibt den Musikshop “Roastbeast Music Collectibles” und bietet unter anderem eingekaufte Promo-CDs als Einzelstücke auf Ebay an. Weil diese aber einen “Nicht zum Verkauf”-Aufkleber tragen, fordert Universal Music von ihm einen Verkaufsstopp. Der Streit hat aber auch eine grössere Dimension. Wie EFF-Anwalt Fred von Lohmann erläutert, könnten Copyright-Inhaber auf diesem Weg alles zur Lizenz erklären und damit das Recht auf Weiterverkauf einmal erworbenen Eigentums an Konsumprodukten mit “geistigem Inhalt” rechtlich unterbinden. Promo-CDs, so die EFF in einer Stellungnahme, seien darüber hinaus unverlangte Geschenke und gingen somit direkt in das frei verfügbare Eigentum des Empfängers über. Wir werden sehen, was der Richter dazu meint. [fe]

Ars Technica