Überraschung: Microsoft patcht am schnellsten

BetriebssystemBrowserSicherheitSicherheitsmanagementSoftwareWorkspace

Symantecs Security Report für die zweite Jahreshälfte 2007 fördert Überraschendes zu Tage: Microsoft patcht nicht nur schneller als die Konkurrenz, der verrufene Internet Explorer hat auch weniger Lecks als Firefox und Safari.

Symantec zufolge vergeht bei Microsoft am wenigsten Zeit zwischen dem Auftauchen einer Sicherheitslücke und der Veröffentlichung eines Patches. Im zweiten Quartal des vergangenen Jahres waren es durchschnittlich nur sechs Tage. Zum Vergleich: Red Hat brauchte 32 Tage, HP 59, Apple 79 und Sun gar 157 Tage.

Ganz fair ist dieser Vergleich aber nicht, da auch Anwendungen von Drittanbietern mit einflossen und da liefert Microsoft im Vergleich zu den Linux-Anbietern kaum etwas mit. So betreffen denn auch fast alle Lecks in der Statistik Windows selbst oder den Internet Explorer, wohingegen bei Sun & Co. andere Anwendungen für einen Großteil der Lecks verantwortlich sind.

Gerade beim Browser ließ sich Microsoft zudem ziemlich viel Zeit, um Lecks zu stopfen. Laut Symantec war der Internet Explorer durchschnittlich elf Tage angreifbar, nachdem ein Exploit auftauchte. Bei Firefox waren es nur drei Tage, bei Opera zwei und bei Apple einer.

Mit einem Vorurteil räumt der Report (PDF) aber doch auf, denn die meisten Lecks finden sich keineswegs im IE. Der wurde in der zweiten Jahreshälfte 2007 nur mit 18 Schwachstellen auffällig, Firefox dagegen mit 88. Safari und Opera bewegen sich mit 22 beziehungsweise zwölf Lecks in ähnlichen Dimensionen wie der IE. Über den Schweregrad der Lecks hat Symantec allerdings keine Aussage getroffen. (dd)

Anklicken um die Biografie des Autors zu lesen  Anklicken um die Biografie des Autors zu verbergen