SWR möchte GEZ-Gebühren online verblasen

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Der neue Rundfunkstaatsvertrag soll die Entwicklungsmöglichkeiten der Online-Angebote von Öffentlich-Rechtlichen Sendeanstalten einschränken. Das passt dem Südwestrundfunk gar nicht.

ARD und ZDF hatten es fröhlich vorgemacht: Sie finanzierten ihre rasant wachsenden Online-Angebote fleißig durch GEZ-Gebühren. Dadurch konnten sie umfassendere Webauftritte betreiben als die private Konkurrenz. Jene roch den Braten und alarmierte Berlin über die Fehlentwicklung. Resultat: Ein neuer Rundfunkstaatsvertrag (noch nicht verabschiedet), der die Online-Angebote öffentlich-rechtlicher Sender einschränken soll. Dagegen will nun der SWR (zu spät aufgewacht?) vorgehen. Der Sender findet es gar nicht toll, künftig nicht mehr Millionen von Gebühren in saftige Sites verschieben zu dürfen. Von “unangemessener Einschränkung” und “beschädigter Zukunftsfähigkeit in der digitalen Welt” salbadert eine Resolution des SWR-Rundfunkrats.  Intendant Peter Boudgoust: “Das hat mit Informationsfreiheit nichts zu tun.” Tja, der SWR wollte eigentlich federführend im Onlineangebot der ARD werden. Ohne die billigen Zwangsgebühren des Fernsehvolks wird das wohl nix, was? (rm)

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