Profi-Hacker: Kontrolle über den Strom in nur 1 Tag

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Zumindest in den USA ist die Stromversorgung die empfindliche Schwachstelle in der Infrastruktur des Landes. Dies hat gerade eine Hackergruppe wieder eindrucksvoll bewiesen.

Ira Winkler und ihr Expertenteam sind weiße Hacker. Sie verdienen ihr Geld als freie Berater, um Unternehmen und Organisationen aufzuzeigen wie verletzlich sie in Wahrheit sind. Im Auftrage eines Stromkonzerns fanden sie jüngst heraus, dass Hacker in knapp einem Tag eindringen, ausspionieren und effektiv die Kontrolle über die örtliche bzw. regionale Stromversorgung übernehmen können. Vor allem die Browser der PC-Systeme der Mitarbeiter waren die Schwachstelle, über die sie hereinkamen, um sich dann nach und nach bis zum eigentlich Kontroll-Netzwerk der Stromproduktion und -verteilung vorzuarbeiten. “Das lief erschreckend gut. Wir haben bewiesen, dass sie völlig hilflos sind”, merkte Winkler an. Einen Blackout zu verursachen oder wichtige Infrastruktur von der Energieversorgung abzuschneiden, dürfte echten Terror-Hackern also nicht allzu schwer fallen.
Hauptproblem: Das Kontrollnetz der Stromversorger (SCADA) war ursprünglich als geschlossenes System entworfen und gebaut, hängt heute aber über Intranets und unzählige Desktop-PCs auch am Internet.  (rm)

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