Fraunhofer-Forscher entwickeln nicht brennbare Akkus

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Die Fraunhofer-Gesellschaft veränderte die Welt bereits mit dem MP3-Format. Und will die Welt jetzt vor explosiven Lithium-Ionen-Akkus bewahren.

Keine explodierenden Notebooks, keine entflammenden Handys und MP3-Player, kein millionenfacher Akkutausch mehr. Alles wird gut mit dem neuen Lithium-Ionen-Akku, der auf einem festen Elektrolyten basiert. Forscher des Fraunhofer-Instituts für Silicatforschung ISC in Würzburg haben diesen brandschutzoptimierten Akku entwickelt. Gruppenleiter Dr. Kai-Christian Möller: „Es ist uns gelungen, die brennbaren organischen Elektrolyte durch ein nicht brennbares, formstabiles Polymer zu ersetzen. Dadurch verbessert sich die Sicherheit der Lithium-Ionen-Akkus erheblich. Zudem kann der Elektrolyt durch seine feste Substanz nicht auslaufen. “

Einen Prototyp des neuen Lithium-Ionen-Akkus stellen die Weißkittel auf der Hannover-Messe ab dem 21. April vor. Es gibt allerdings noch eine brandgefährliche Wartezeit, bis die sicheren Akkus in alltäglichen Produkten verbaut werden können – erst in drei bis fünf Jahren ist damit zu rechnen. Die Leitfähigkeit des Polymers müsse noch weiter verbessert werden, damit der Akku möglichst viel Strom in kürzester Zeit abgeben oder aufnehmen kann. Dann aber könne der neue Akkutyp zusammen mit einem Kondensator sogar die antike Bleibatterie im Auto ersetzen.

(bk)

Informationsdienst Wissenschaft