IFPI leugnet faschistische Geburt

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Die Lobby-Vertretung der Phonografischen Industrie entstand 1933 in Mussolinis Italien. Das versuchten IFPI-Mitarbeiter aus der Wikipedia zu löschen.

Ein dunkles Kapitel der Musikindustrie: Obwohl, oder gerade weil Italien bis dahin schon elf Jahre unter dem faschistischen, gewerkschaftsfeindlichen und industriefreundlichen Regime Benito Mussolinis ächzte, wurde die Gründungsversammlung der International Federation of the Phonographic Industry im Jahr 1933 in Rom abgehalten. Die Teilnehmer wurden überwiegend vom US-Konzern General Electric oder angeschlossenen Firmen gestellt. Das allein wäre noch kein Problem, schliesslich versuchte Viele in jener Zeit, Italien als ganz normales Land zu behandeln. Sogar Deutschland fiel für eine Weile in die selbe Kategorie. Tatsächlich aber wurde auch die zweite Konferenz 1934 im norditalienischen Touristenort Stresa abgehalten. Erst auf dieser Veranstaltung wurden den Verlagen und Vertrieben Rechte zugestanden, die denen der eigentlichen Urheber ähneln. Die italienische Regierung beteiligte sich mit einer eigenen “Expertenkommission” an dieser Rechteverteilung. Erst als der Krieg unausweichlich schien, wich die IFPI für folgende Konferenzen in die Schweiz aus, nur um nach Kriegsende ins damals totalitär regierte Portugal zu wechseln. Eine nicht völlig lupenreine Weste, möchte man annehmen. Aber warum versuchten IFPI-Mitarbeiter (nachgewiesen durch die geloggte IP-Adresse), den geschichtlichen Hintergrund aus der Wikipedia zu entfernen? Soll niemand wissen, wie die Dachorganisation der Musikindustrie entstanden ist und welchen Verlauf die Formulierung des Copyright überhaupt nahm? [fe]

TorrentFreak