Google will der Welt Server werden

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Die Kalifornier öffnen ihre Infrastruktur für Fremde: Künftig dürfen beliebige Firmen und auch einzelne Entwickler ihre komplette Sammlung an Web-Programmen auf  Google-Rechnern laufen lassen.

Was Google mit dem Projekt “App Engine” bezweckt, ist noch ziemlich unklar. Weltherrschaft via Kontrolle über alle Web-Software? Tolle neue Ideen abgreifen/einkaufen? Bessere Auslastung der riesigen G-Serverfarmen? Oder eine neue Schiene, wo man Werbung unterbringen will? Oder schlicht eine Stärkung der kleinen und mittleren Firmen, um so langfristig den Softwarekonzernen (insbesondere Microsoft) das Wasser abzugraben? Oder soll der Service zum Profit-Center ausgebaut werden? Wir können nur spekulieren…
Jedenfalls dürfte gerade für Einzelkämpfer und Mini-Unternehmen der frisch gestartete Service interessant sein, denn Googles Infrastruktur mit zigtausenden von Servern gehört zum Besten, was man für Geld bekommen kann. Die Responsezeiten sind ein Traum. So etwas könnten sich die Fremdentwickler wohl nie leisten. Und für die Nutzer ist das natürlich auch angenehm: Jede Menge neuer schneller Online-Apps zur Auswahl. Selbst die Verwaltung von Nutzerzugängen übernimmt Google. Wer mit seiner Software bei unter fünf Millionen Seitenabfragen im Monat bleibt, braucht nichts zu bezahlen. Darüber soll es dann eine noch ungenannte Gebühr geben.
Einschränkungen gibt es allerdings schon: Google gibt die Programmiersprache vor – und beschränkt seine Offerte zunächst auf 10.000 Entwickler, die sich online bewerben müssen. Thematisch gibt es bislang keine Grenzen. (rm)

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Google App Engine

taz