EU überprüft OOXML-Standardisierung

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Vor wenigen Tagen ist Microsofts Dokumentenformat Office Open XML als ISO-Standard anerkannt worden. Wie es dazu gekommen ist, will die EU-Kommission nun nochmals prüfen.

Wie The Register meldet, wird die EU-Kommission in Person der Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes den Prozess der Standardisierung noch einmal genauer unter die Lupe nehmen. »Es muss betont werden, dass es nicht die Absicht der Kommission ist, [Standardisi erungs-] Prozesse zu beeinflussen. Aber die EU-Kommission will gewährleisten, dass das europäische Wettbewerbsrecht nicht verletzt wird«, zitiert The Register einen Sprecher der Kommission.

Demnach wird die EU-Kommission diverse nationale Standardisierungs-Organisationen kontaktieren, darunter auch das norwegische Gremium Standard Norge. Bei der dortigen Landesabstimmung sollen nur zwei Parteien für OOXML (Office Open XML), 21 dagegen gestimmt haben. Trotzdem meldete Norwegen der Internationalen Organisation für Normung (ISO) ein »Ja« für OOXML. Eine formale Beschwerde gegen den dubiosen Abstimmungsprozess läuft dort bereits.

Die Nachlese findet im Rahmen der derzeit laufenden EU-Untersuchungen gegen Microsoft statt. Unter anderem hatte der norwegische Browser-Hersteller Opera im Januar eine Beschwerde über Microsoft bei der EU-Kommission eingereicht. Opera forderte ein Windows ohne den integrierten Internet Explorer. Es gehe immer noch darum, dass dieser zusammen mit Windows-Betriebssystemen verbreitet wird, was einen Nachteil für kleinere Software-Hersteller darstelle. (tk/Tomshardware – mk/www.pc-professionell.de)

So stellt sich die Organisation No OOXML die Abstimmung bei der ISO vor

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