Privatpaar jammert: Google Street View zeigt unseren Vorgarten

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 Ein US-Ehepaar verklagt den Webkonzern. Vorwurf: Eindringen in die Privatsphäre.

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Diese Aussicht (siehe Foto) wollen Christine und Aaron Boring (die heißen wirklich so) nicht mehr sehen. Nicht, weil ihnen das Haus zu hässlich oder die Farbe zu öde wäre, sondern weil alle Welt ihr Häuschen aus der Oakridge Lane in Pittsburgh “bewundern” kann (und wahrscheinlich drüber ablästert). Street View hat die Web-Gemeinde mit den Aufnahmen (von Vorne, Hinten und von der Seite) versorgt. Das brachte Google nun eine Anzeige vor dem zuständigen Gericht ein. Die Firma sei absichtlich und rücksichtslos in ihre Privatsphäre eingedrungen, dabei würden sie doch gar nicht an einer öffentlichen, sondern am Ende einer Privatstraße wohnen, klagt das Paar. Sie hätten das Haus extra gekauft, um zurückgezogen leben zu können – und nun habe Google sogar ihre Daten veröffentlicht. Nun fordern sie die Löschung aller Bilder und Daten sowie 25.000 Dollar Schadensersatz. Klingt bescheiden (so wie das Haus) – und dürfte für Google außergerichtlich billiger sein als der Anwalt am ersten Verhandlungstag. (rm)

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