Täglich neue mobile Datenflatrates

Allgemein

Allmählich kommt Bewegung in einen lange abgeschotteten Markt. Und nicht nur in den für den Datenverkehr suboptimalen Netzen von E-Plus und O2.

Vodafone bietet eine Mobile Connect Flat für monatlich 35 Euro statt bisher 50 Euro an und verdoppelt zugleich das Volumen. Bislang konnte die „Fair Flat“ nach dem wiederholten Verbrauch von über 5 GB richtig teuer werden und in einer Kostenfalle von mehreren Tausend Euro münden. Die neue Mobile Connect Flat erlaubt 10 GB im Monat, dann wird auf tröpfende GPRS-Geschwindigkeit gedrosselt, was zumindest noch E-Mails durchlässt und mit viel Geduld surfen lässt.

Das Vodafone-Netz ist meiner Erfahrung nach gut für den Datenverkehr ausgebaut. Die Werbung mit „max 7,2 Mbit/s“ ist allerdings noch immer unseriös. Tatsächlich wurde selbst in den Gegenden, in denen HSDPA ausgebaut wurde, bislang praktisch nur die Ausbaustufe bis 3,6 Mbit/s erreicht, was unter guten Bedingungen bis zu etwa 2,5 Mbit/s bringen kann.

Voraussetzung für die ab 7. April verfügbare Tarifoption ist ein Laufzeitvertrag bei Vodafone sowie eine zweijährige Vertragsbindung. Kunden mit älteren Verträgen können wechseln, müssen dafür jedoch eigens die Hotline beschwatzen.

Ungefähr das gleiche für gleiches Geld gibt es mit dem Tarif MoobiAir über das ähnlich gut ausgebaute Netz von T-Mobile, dort aber ohne Zwang zum Grundtarif und mit einer nur 6-monatigen Vertragsbindung. Die Drosselung setzt ebenfalls nach 10 GB ein, wie durch sorgfältiges Studium des Kleingedruckten in Erfahrung zu bringen ist.

MoobiAir-Anbieter RadiCens hat außerdem schon länger mit MoobiCent einen 40-Euro-Datentarif über das Vodafone-Netz im Programm, der als echte Datenflatrate beworben wird. Lange wurde hier eine Drosselung bestritten, von der viele Nutzer berichteten, bis sie dann doch ihren Weg ins Kleingedruckte fand. Unklar scheint bei MoobiCent noch immer zu sein, inwieweit die Drosselung regional und zeitlich beschränkt ist.

(bk)

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