Internet-Sucht soll offizielle Krankheit werden

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Bisher war Internet-Sucht eher ein Kampfbegriff besorgter Pädagogen und Eltern – jetzt soll das Verhaltensbild in den USA amtlich als Erkrankung erfasst werden.

Der Psychiater Jerald Block macht sich im American Journal of Psychiatry dafür stark, in die nächste Auflage des US-Verzeichnisses anerkannter psychischer Erkrankungen, die gerade erstellt wird, auch die Internet-Sucht aufzunehmen.

Das wäre nicht nur ein großer Schritt für alle davon Befallenen, sondern dürfte auch ganzen Heerscharen  amerikanischer Juristen schöne neue Aufträge verschaffen.

Wer wissen möchte, ob er’s selbst schon hat: Als Symptome nennt Block exzessiven Internet-Gebrauch, Wut oder Depression, wenn man keinen Zugang zu einem Computer hat, Leistungsschwäche und soziale Isolation – also völlig normale Nerd-Lebensumstände. [gk]

New Scientist