Freenet verliert großen Investor

FinanzmarktIT-DienstleistungenIT-ProjekteNetzwerkeUnternehmen

Der Streit zwischen der Beteiligungsgesellschaft Vatas und der Großbank Credit Suisse führt zum Ausstieg Vatas bei Freenet. Dafür steigt Credit Suisse ein.

Freenet teilte gestern noch mit, dass Credit Suisse mit 16,5 Prozent neuer Großaktionär des norddeutschen DSL- und Festnetzanbieters werde. Vatas verkauft seine Anteile nun an die Schweizer, hat sich aber die Chance offen gehalten, per Option am 20. Juni eine Sperrminorität von 25,2 Prozent an Freenet zurückkaufen zu können. Vatas war zuletzt zweitgrößter Freenet-Eigentümer hinter dem Mobilfunkdienstleiter Drillisch.

Als Hintergrund der Transaktionen zitiert die Financial Times Branchenkreise, welche die fehlgeschlagenen Geschäfte im Aktienhandel der NordLB vermuten. Die Norddeutsche Landesbank hatte im Auftrag eines Kunden (vermutlich besagter Vatas) Aktienpakete mehrerer Unternehmen erworben. Doch der Kunde nahm die Anteile nicht ab. Berichten zufolge soll ein Privatkundenbetreuer der Schweizer Bank einem inzwischen gekündigten Händler der NordLB den Auftrag zu den Aktienkäufen erteilt haben.

Der Ausstieg von Vatas und der Einstieg der Schweizer werden vom Markt positiv gewertet: Die Freenet-Aktie schloss am Abend 5 Prozent im Plus. “Das ist wie ein Befreiungsschlag”, kommentierte ein Händler die Vorgänge. (rm)

Anklicken um die Biografie des Autors zu lesen  Anklicken um die Biografie des Autors zu verbergen