IPTV? Für die Deutschen eher ein Fremdwort

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Laut einer frischen Umfrage von PricewaterhouseCoopers (PwC) haben über 50 Prozent der deutschen Verbraucher den Begriff IPTV noch nie gehört.

Die Studie über das TV-Angebot via IP brachte es an den Tag: Nur 12 Prozent der Befragten können den Begriff IPTV überhaupt korrekt deuten. Und wer das Medienangebot kenne, dem sei meist der Preis für das Internet-Fernsehen zu hoch, warnt PwC. Obendrein wirke die lange Vertragslaufzeit abschreckend.

IPTV habe zwar theoretisch das Potential, sich neben Fernsehkabel, Satellit und terrestrischem Empfang als Übertragungsweg zu etablieren, doch Alleinstellungsmerkmale und Preismodelle gehören noch kräftig überarbeitet, rät Werner Ballhaus, Bereichsleiter Technologie, Medien und Telekommunikation bei PwC. Nur dann wäre das Ziel von zwei Millionen deutschen Kunden in den nächsten vier Jahren erreichbar.

Die Marktbeobachter haben ermittelt, dass die meisten Konsumenten für einen Triple-Play-Anschluss mit Internet, Telefon und IPTV zwischen 24 und 48 Euro monatlich ausgeben würden. Die Wechselbereitschaft sei bei 30 Euro pro Monat am höchsten. Viele Verbraucher würden sich aber eher ein Zusatzangebot zum bereits vorhandenen Internet- oder Telefonanschluss wünschen und wären bereit, dafür acht bis 17 Euro monatlich zusätzlich zu zahlen. Doch eine solche Option sei am Markt derzeit gar nicht zu haben. (rm)

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