Second Life für Autisten

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Firmen entfliehen ihren Präsenzen, der CEO hat sich in den Aufsichtsrat abgesetzt. Zurück in der virtuellen Zweitwelt bleiben psychologische Forscher und ihre Patienten.

Simon Bignell, der an der University of Derby Psychologie lehrt, hat endlich den Sinn entdeckt, den Millionen enttäuschter Besucher in Second Life bislang nicht zu finden vermochten. Virtuelle Realität könne sinnvoll eingesetzt werden, um neue Umgebungen zu simulieren für Menschen, die an einem Syndrom des autistischen Spektrums leiden: „Leute, die soziale, emotionale und Kommunikationsprobleme haben, können wir hier mit einer Umgebung vertraut machen, bevor sie sie im wirklichen Leben erproben.“

Naughty Auties heißt die von ihm ins Leben gerufene Second-Life-Gemeinde. Teilnehmer Savill bestätigt die Wirksamkeit der neuen Behandlungsmethode. Sein Gehirn lerne unbewusst mehr über menschliche Kommunikation durch diese Chat-Sessions.

Pychologe Bignell hält das auch für hilfreich, um die zu unterstützen, die mit Autisten zu tun haben, etwa Familienangehörige, Freunde oder „Beschäftigte von Personen, die unter Autismus leiden“. Ein autistischer Chef – er wird doch nicht etwa den Gründer von Second Life gemeint haben?

(bk)

CNN

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