Richter: Facebook-Freunde sind keine echten Freunde

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Irgendwie hatte man’s ja geahnt: Das digitale Anbiedern ist nicht dasselbe wie die am Tresen geschlossene Freundschaft fürs Leben.

Zu dieser durchaus vernünftigen Schlussfolgerung kommt auch ein britischer Richter in einem Verfahren, in dem sich eine Frau darüber beschwerte, dass ihr ehemaliger Freund sie dadurch belästige, dass er in Facebook eine Freundschaftsanfrage geschickt habe.Dieser Argumentation folgte der Richter nicht.

Was sich in Facebook abspiele, könne man nicht als echte Freundschaft bezeichnen, kommentierte dann auch gleich ein australischer Kommunikationsforscher: 10 echte Freunde könne man durchaus haben, 1.000 oder mehr aber wohl kaum.

Allerdings warnte er auch davor, leichtfertig Kontakte zu löschen, die man irgendwann mal in einem Social Network in den Freundeskreis aufgenommen habe: Das könne dazu führen, dass die Eliminierten zu echten Feinden würden. Denen man dann besser wohl nicht in der Kneipe begegnet. [Sylvie Barak / gk]

The Inquirer UK