„Konsolen sterben in 5 – 10 Jahren aus“

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Sagt Sandy Duncan, der für Microsoft das Xbox-Geschäft in Europa aufgebaut hat.

Duncan war über 15 Jahre bei Microsoft, bevor er das Social-Games-Network Yoyo Games mitbegründete. Zu seinen Aufgaben gehörte die Leitung des europäischen Xbox-Geschäfts. Er sieht sich selbst als Hardcore-Gamer, der Videospiele im Blut habe. Dennoch glaubt er, die Spielekonsolen hätten ihre Zukunft bereits hinter sich:

„Es ist die Technologie, die diese Industrie im wesentlichen voranbringt. Ich denke, eigenständige Spielekonsolen ebenso wie Gaming-Handhelds werden in den nächsten 5 bis 10 Jahren aussterben. Das Geschäftsmodell ist sehr riskant, und die mit der Entwicklung neuer Hardware verbundenen Kosten sind unglaublich hoch.“

Das bedeute das Aus für das Gerät, das nur spielen wolle und könne. Konvergenz und Virtualisierung sollen es ablösen: „Es gibt definitiv eine ‘Konvergenz’ mit anderen Geräten wie Set-Top-Boxen. Es gibt keinen besonderen technischen Unterschied zwischen einigen Festplatten-Videorekordern und zum Beispiel einer Xbox 360. Tatsächlich glaube ich nicht, dass wir in 5 bis 10 Jahren überhaupt noch eine Box unter dem TV-Gerät sehen. Denn das meiste Zeug wird ‘virtualisiert’ sein als Web-Services vom Content-Anbieter.“

Das erzwinge eine radikale Veränderung des Geschäftsmodells für Game-Publisher. Das Konzept des ‘Cloud Computing’ auf Spiele und insbesondere MMORGS angewandt, so müsse man sich das vorstellen. Computing-Power, Speicherplatz und hohe Bandbreite seien da – man denke nur an die Anzahl der Leute, die gleichzeitig über Xbox Live spielen. Es eröffne überwältigende neue Perspektiven für eine Branche, die sich seit rund 10 Jahren in ausgefahrenen Gleisen bewege.

(bk)

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