EU nimmt Navteq-Übernahme durch Nokia unter die Lupe

PolitikWorkspaceZubehör

Bis zum 8. August will die Wettbewerbskommission der europäischen Union herausfinden, ob bei der geplanten Übernahme des Navigationsspezialisten durch den Handy-Hersteller der Geist des freien Wettbewerbs eingehalten werden kann.

Die EU-Kommission hat ernsthafte Bedenken, dass ein Kauf von Navteq durch Nokia erträglich für den freien Wettbewerb ist. Das “Duopol” der beiden Firmen – zwei Monopole in ihren jeweiligen Marktsegmenten – könnten es eventuell anderen Mark-Teilnehmern schwer machen, in den entsprechenden Segmenten zu bestehen. Schließlich gäbe es nur zwei ernst zu nehmende Anbieter von Kateninformationen für Navigationssysteme, und der Marktführer bei Handy-basierten Systemen sei zudem Nokia. Ein Verschmelzen dieser beiden Unternehmen könnte den Wettbewerb in der EU-Region hemmen, befürchtet die EU.

Die Untersuchung soll im Detail herausfinden, ob die Transaktion die kosten digitaler Navigationssysteme für Unternehmen und damit deren Kunden verteuern könnte. Man betrachte den Fall ähnlich wie den des TomTom/Tele-Atlas-Deals, der zurzeit ebenfalls untersucht wird.

Mehr Informationen zu den Untersuchungen im Navteq/Nokia-Deal, die am 28. März begonnen wurden, wird hier zu erfahren sein. (mk)

Anklicken um die Biografie des Autors zu lesen  Anklicken um die Biografie des Autors zu verbergen