Kanadier kämpfen gegen Werbeanrufe

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So wie in Deutschland sind die ungebetenen Anrufe von Verkäufern und Werbern in vielen Ländern nicht gestattet. Trotzdem belästigen tausende von Call-Centern weiter die Verbraucher. Doch Michael Geist reicht´s!

Wenn ein Jurist zur Selbstjustiz greift, dann weiß man, dass man den Bogen überspannt hat. Die telefonierenden Werbefuzzis zerren offenbar ganz gewaltig an den Nerven mancher Mitbürger. So platzte jüngst dem Jura-Professor Michael Geist aus Ottawa der Kragen. Weshalb er an der Universität Mitstreiter sammelte und seinen Groll gegen die ungebetenen Anrufer-Brigaden nun in eine konkrete Gegenmaßnahme goss: Unter der URL IOptOut.ca können seine Landsleute ab sofort ihre von der Werbe-Pest betroffene Telefonnummer oder E-Mail-Adresse eintragen – zusammen mit den Namen jener Firmen und Organisationen, von denen sie nie nie nie wieder etwas hören wollen (z.B. Zeugen Jehovas, Lotto-Verschnalzer, GEZ). Jene werden im Anschluss von der Webseite automatisch massenhaft mit der Forderung bombardiert, bitteschön die genannten Personen auf ihre interne Nicht-Anrufen-Liste zu setzen und gefälligst in Ruhe zu lassen.
Michael Geist und sein Team geben online auf der frisch gestarteten Seite weitere Tipps zur Eindämmung der Werbeflut, wie man den Fängen von Telemarketing-Firmen entkommt und welche Verbraucherrechte man so hat. (rm)

Blog von Michael Geist