Yahoo-Übernahme: China könnte blockieren

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Yahoo ist an einer chinesischen Firma beteiligt, weshalb die chinesischen Wettbewerbshüter bei einer Übernahme durch Microsoft ein Wörtchen mitzureden hätten.

Wie die New York Times berichtet, tritt in China im August ein neues Gesetz in Kraft, dass den chinesischen Behörden das Recht einräumt, Firmenübernahmen zu untersuchen, bei denen chinesischen Firmen beteiligt sind oder ausländische Firmen, die Anteile an einheimischen Firmen halten. Das wäre bei Yahoo der Fall, denn der Portalbetreiber war 2005 für 1 Million Dollar bei Alibaba.com eingestiegen, Chinas größter Handelsplattform.

Zwar steht noch längst nicht fest, dass Microsoft Yahoo übernimmt. Doch sollte es dazu kommen, könnte China die Akquisition behindern. Ob man das tut, bleibt abzuwarten. Allerdings weist die NY Times darauf hin, dass die USA erst kürzlich eine Beteiligung der chinesischen Huawei Technologies an 3Com untersagten, da der Netzwerkausrüster Sicherheitsprodukte herstellt und die nationale Sicherheit betroffen sei. In China war man der Meinung, es hätte sich um reinen Protektionismus gehandelt – nun kann man sich womöglich bald revanchieren. (dd)

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