Warner Music denkt über P2P-Flatrate nach

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Der notorisch bekannte Industriekritiker und Kulturflatrate-Promoter Jim Griffin soll die Pleite abwenden.

Warner Music Group Chairman und C.E.O. Edgar Bronfman Jr. galt bislang als erklärter P2P-Hasser. Jetzt gab er dem ehemaligen Geffen-Chef und Filesharing-Advokaten Jim Griffin einen Dreijahresvertrag. In dieser Zeit soll Griffin ein Modell entwickeln, das die Labels vor dem Aus bewahren soll.

Der rettende Strohhalm ist seit längerem unter dem Namen Kulturflatrate bekannt: Ein Aufschlag auf die monatlichen Internet-Anschluss-Kosten soll zwischen Urhebern und Verlagen aufgeteilt werden. Der Nutzer darf ab der Einführung des Modells so viel Musik herunterladen und weitergeben wie er will. Das wäre natürlich ein Problem für Apples iTunes Musikshop, aber wen interessiert das schon? Die Firma Warner jedenfalls nicht.

Griffin sieht die aktuelle Lage realistisch: “Heute ist das Bezahlen für Musik vollkommen freiwillig geworden. Die gesamte Musikindustrie lebt von Spenden.” Er führt aus, die Industrie müsse sich von der Vorstellung verabschieden, Musik sei ein Produkt, und statt dessen erkennen, dass Musik eine Dienstleistung ist. [fe]

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