Musik-Industrie unzufrieden mit iTunes-Konkurrenz

Allgemein

Lange genug hat Steve Jobs die Plattenfirmen nach seiner Pfeife tanzen lassen – finden diese jedenfalls. Die neue Konkurrenz von Amazon und eMusic begeistert die Industrie aber auch nicht.

Nur “unzureichend” hätten die beiden Anbieter den Markt “belebt”, mäkelt das Industrie-Organ Musikwoche. Die 40 Millionen Downloads, die eMusic seit dem letzten Herbst abgesetzt hat, machen ebenso wenig Freude wie die Tatsache, dass Amazon offenbar den vor allem im Indie-Bereich aktiven Wettbewerber offenbar bereits abgehängt hat.

Der erträumte Boom durch DRM-freie Angebote ist allerdings ausgeblieben: Laut Nielsen SoundScan, in den USA für die Charts-Zahlen verantwortlich, wurden in diesem Jahr zwar bereits 240 Millionen Songs für Geld heruntergeladen, was gegenüber dem Vergleichszeitraum im Vorjahr ein sattes Plus von 25% ist, der Industrie jedoch gilt das als Verlangsamung des Wachstums.

Und so wird die Hoffnung halt auf die gerätegebundenen Abos gesetzt, die im Anmarsch sind und die ohne DRM nicht funktionieren – wie das Branchensprachrohr meint, sicherlich mit festem Blick auf die beeindruckende Erfolgsgeschichte dieser Kontrollmaßnahme. [gk]

musikwoche.de