Handy-Erfinder: Mobiltelefone sollen ein Teil des Körpers werden

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Martin Cooper, der Erfinder des Handys, ist skeptisch gegenüber den derzeitigen Handy-Trends. Die Geräte seien viel zu kompliziert und die Entwicklung ist nicht soweit, wie er vor 35 Jahren prognostizierte.

Knapp 35 Jahre ist es her, dass Martin Cooper mit dem ersten Handy-Prototypen ein Telefonat an einer belebten New Yorker Straßenecke hielt. Im April 1973 erfand Cooper das erste Mobiltelefon. Drei Monate hatte es gedauert, das Gerät für Motorola zu entwickeln. Es wog fast einen Kilogramm und der Akku hielt ungefähr 20 Minuten. Seit 1973 haben die Handys natürlich eine beachtliche Entwicklung durchgemacht. Nicht beachtlich genug, für den Handypionier, berichtet der britische Guardian.

Der inzwischen 79-Jährige ist enttäuscht von der Handy-Industrie. Sie liege hinter seinen Erwartungen zurück. “Unser Traum war es, dass eines Tages niemand mehr über ein gewöhnliches Telefon telefonieren wird”, erinnert sich Cooper, “Die Idee war es, dass die Telefonnummer eine Teil deiner Selbst wird”. So sollte jeder bei seiner Geburt eine Nummer erhalten.

Was die Zukunft angeht, ist der Trend für den Mobiltelefon-Erfinder klar: Handys werden ein Teil des Köpers, angetrieben von der körpereigenen Energie. Nummern sollen durch bloße Gedanken an eine Person gewählt werden. Die derzeitigen Geräte bezeichnet Cooper als zu kompliziert. “Das Handbuch ist dicker und schwerer geworden als das Gerät selbst”, beschwert sich der Handy-Erfinder. (mr)

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