Lange Gefängnisstrafen für chinesische Hacker

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Zwei Online-Bankräuber fahren zwischen sechseinhalb und acht Jahren ein, obwohl sie nur relativ bescheidene Beute machten.

Mit Malware hatten sch Chen Feng, Yu Li und Zhang Wei persönliche Informationen verschafft und von Online-Banken über 100.000 Yuan (9000 Euro) in ihre Taschen abgezweigt. Neben ihren Gefängnisstrafen bekamen sie auch noch Geldbußen zwischen 40.000 und 60.000 Yuan aufgebrummt.

Das von einem Gericht in Shanghai ausgesprochene Urteil gilt als das bislang härteste Vorgehen gegen chinesische Cyber-Täter. Die Behörden schlagen offenbar einen härteren Kurs gegen Hacker ein, um die Interessen legaler Firmen zu schützen. Graham Cluley von der Unsicherheitsfirma Sophos: „Wenn sie für eine so geringe Entlohnung Zeit in einem chinesischen Gefängnis erwarten dürfen, ist es ein enorm gefährliches Spiel für Cyber-Kriminelle.“

Malware vermehrt sich in China noch immer rasant. In der ersten Hälfte des Jahres 2007 wurde die 21-fache Masse von Trojanern gesichtet wie im gleichen Zeitraum des Vorjahrs. Das berichten die offiziellen Wächter der chinesischen Websicherheit auf ihrer Plattform CNCERT/CC.

(von Sylvie Barak/bk)

The Inquirer UK

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