DivX mit mauem Jahresausblick

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Der Video-Codec-Spezialist hat kein gutes Jahr hinter sich. Und auch für die nahe Zukunft prophezeien die Marktanalysten bestenfalls ein Übergangsjahr.

Höhepunkt der jüngsten DivX-Misère war die Schließung des Videoportals Stage6.com. Zwar bewegte sich Stage6.com weit weg vom YouTube-Erfolg, aber ein ordentliches Wachstum hatte in der Spitze für immerhin 19 Millionen Besucher monatlich gesorgt. Doch die Kosten galoppierten DivX davon, weshalb das Management die Notbremse zog, bevor 2008 sich weitere 20 Millionen Dollar in Rauch auflösen. Hinzu kam, dass Universal Music Group laut Brancheninsidern von Stage6.com 30 Millionen Dollar für Lizenzrechte gefordert haben soll.

Immerhin kann das Unternehmen nun im Lizenzgeschäft kleine Erfolge vorweisen. So gab Samsung gerade erst bekannt, sein Lizenzabkommen mit DivX erneuern zu wollen. Also werden DVD Player, Recorder und Media-Player der Marke Samsung wohl auch künftig mit DivX-Technologie ausgerüstet sein. Laut Firmenangaben kletterte die DivX-Penetrationsrate binnen eines Jahres von 30 auf 41 Prozent.

Neben dem Lizenzgeschäft baut das Unternehmen auf seine Streaming-Plattform DivX Connected. Als Partner wurden hier schon Veoh Networks, Next New Networks und Hauppauge gewonnen. Allerdings dürfte dieser Bereich in diesem Jahr kaum nennenswert zu Umsatz- und Gewinn der Firma beitragen. (rm)

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