China: Online-Kartendienste verraten Staatsgeheimnisse

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Die chinesische Regierung hat beschlossen verstärkt gegen Online-Kartendienste vorzugehen und diese zu sperren. Erlaubt sind zukünftig nur noch staatlich kontrollierte Versionen.

Google Maps, Microsoft Virtual Earth und Co. werden zukünftig in China nicht mehr geduldet: Die chinesische Regierung hat beschlossen, das von solchen Online-Angeboten eine Gefahr für die nationale Sicherheit ausgeht und unterbindet diese nun zukünftig. Über 10.000 solche Online-Dienste gibt es in China, die meisten davon ohne staatliche Genehmigung, so das chinesische Informationsministerium, schreibt die Nachrichtenagentur Xinhua.

“Einige Webseiten veröffentlichen kritische geographische Informationen, diese könnten Staatsgeheimnisse verraten und die nationale Sicherheit gefährden”, begründet Min Yiren vom Staatsbüro für Vermessung und Kartierung. Betreffende Webseiten werden nun gesperrt. Ausländische Organisationen, die solche Dienstleistungen anbieten, werden ebenfalls unterbunden. Die Offensive soll auch Webseiten treffen, die beispielsweise Taiwan als Land angeben oder die chinesischen Staatsgrenzen falsch ziehen. (mr)

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