Patientendaten: Erst verschlampt, dann vertuscht

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Ein Laptop mit den Daten von 2.500 Teilnehmern an einer medizinischen Studie des amerikanischen National Institute of Health ist diesem im Februar abhanden gekommen. Die Reaktion der Offiziellen: Erst mal so tun, als sei nichts passiert.

Die offizielle Begründung für das Unter-den-Teppich-kehren ist, dass man bei den betroffenen Herzpatienten nicht für unnötige Aufregung habe sorgen wollen. Für die in der Tat Grund bestanden hätte – entgegen allen Vorschriften waren Patienteninformationen wie Name und Diagnose gar nicht erst verschlüsselt worden.

Erst mit einem Monat Verspätung bequemte sich die Behörde, die Betroffenen per Brief über den Diebstahl zu informieren und ihnen gleichzeitig zu versichern, dass die Wahrscheinlichkeit eines Identitätsdiebstahls gering sei. Abhanden gekommen war der Rechner mit den Daten beim Einbruch in den Kofferraum des Wagens des Laborchefs für das Untersuchungsprogramm, der ihn mitgenommen hatte, als er seine Tochter zu einem Schwimmwettbewerb brachte.  Nur gut, dass das hierzulande nicht passieren könnte. [gk]

[Washington Post]