Apple puscht Safari mit allen Tricks

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Die Obsthändler versuchen um jeden Preis, den bislang mäßigen Marktanteil ihres Browsers unter Windows zu vergrößern.

Das Einfallstor – man könnte es auch die Trojanischen Pferde nennen – sind die bereits unter Windows verankerten Apple-Anwendungen Quicktime und Itunes. Zusammen mit diesen installiert Apple eine kleine Anwendung, die sich schlicht und einfach Software Update nennt.

Wie es aussieht, installiert dieses Tool seit einigen Tagen auch gleich Safari auf dem Rechner. Natürlich ohne lange zu fragen, wie inzwischen zahlreiche Benutzer berichten, die sich reichlich übertölpelt fühlen. Apple konnte offenbar der Verlockung nicht widerstehen und versucht die dominante Marktstellung des Medienplayers Ipod zu nutzen, um nicht nur Itunes, sondern auch gleich den eigenen Browser unterzuschieben.

Microsoft hat noch nichts dazu verlauten lassen – vielleicht weil die neuen Apple-Tricks gar zu sehr daran erinnern, wie Microsoft gerne die eigene Monopolstellung nutzt. Mozilla hingegen tat kund, gar nicht amüsiert zu sein. Denn Mozilla finanziert die Entwicklung des Open-Source-Browsers Firefox durch diese kleine Suchbox oben rechts, die auf Google voreingestellt ist, aber auch andere Suchmaschinen nutzen kann. Allein das brachte 85 Prozent der Mozilla-Einnahmen, die im Jahr 2006 immerhin 66,8 Millionen $ betrugen. Apple versucht diese Einnahmequelle offenbar gezielt abzugraben, denn auch der Safari-Browser greift über eine Suchbox nach dem großen Google-Geld.

Mozilla-CEO John Lilly sieht die neue Apple-Attacke hart an der Grenze der Methoden, mit denen Schadsoftware verbreitet wird. Er schreibt in seinem Blog:

„Was Apple jetzt mit ihrem Apple Software Update macht, ist falsch. Es untergräbt die Vertrauensbeziehung, die große Firmen zu ihren Kunden haben, und das ist schlecht – nicht nur für Apple, sondern für die Sicherheit des ganzen Web …
Das ist falsch, und es grenzt an die Methoden der Malware-Verbreitung.“

(bk)

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