Videogame mit eingebautem Musikshop

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Sollte die Rettung für das klassische Musikbusiness bei den Videospielen liegen?

Tja. Da war wohl die Opposition der alten Medien gegen das Vordringen des interactive Entertainment nicht energisch genug gewesen. Und jetzt übernimmt das glamour-arme Schmuddelkind der Unterhaltsbranche auch noch erfolgreich das Geschäft seiner älteren Schwestern. Im konkreten Fall EAs Activisions Rock Band, das Plastikgitarren-Mitmach-Spiel für die Spielkonsole. Hier gibt es einen Ingame-Musikshop, über welchen der begeisterte Heim-Rocker Songs bekannte und unbekannte Bands gegen je einen oder zwei US-Dollar herunterladen darf. Verkaufsstatistiken sehen aus wie Alpträume der Erdbebenforscher: wann immer ein neuer Song online zum gratis anhören und gegen Bezahlung Herunterladen und Mitspielen erscheint, schlagen die Gamer unbarmherzig zu und kaufen, was das Zeug hält. Mittlerweile wurden über die Rock Band Downloadplattform sechs Millionen Songs verkauft. Das ist nicht wirklich wenig. Und bei Preisen zwischen einem und zwei Dollar pro Track auch eine vielversprechende Einnahmequelle. Nur: es hat nichts mit dem Geschäftsmodell der alten Musikindustrie zu tun. Oder mit dem Weiterleben der bekannten grossen Labels. [fe]

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