Sarkozy hat kein Glück mit dem Internet

Allgemein

Irgendwie scheinen der französische Präsident und die weite Welt des Webs nicht für einander geschaffen zu sein: Auch Sarkozys neueste Idee trifft auf Hohn und Spott.

Nachdem sich der gallische Politiker schon mit dem Einfall, den heimischen Konzern Vivendi mit dem Internet-Rauswurf für Filesharer zu schützen, nicht über die Maßen beliebt gemacht hat, bekommt er nun wegen einer Personalie Ärger.

Die Beschäftigung des 24-jährigen Nicolas Princen als Internet-Aufseher sorgt auf französischen Sites für Unruhe. Geargwöhnt wird, dass Princen nicht nur im Auge behalten soll, was im Web alles über Sarkozy verlautbart wird (derzeit zu 80% mit negativem Tonfall), sondern dass Sarkozy auch in diesem Medienbereich seine Anwälte in Gang setzen will, wenn ihm Unangenehmes auftaucht.

Daran bestand in der letzten Zeit auch gar kein Mangel, ob er nun pöbelnd auf einer Landwirtschaftsmesse oder erkennbar angetrunken auf dem G8-Gipfel im Internet-Bewegtbild zu sehen war.

Die eher nicht so autoritätsfixierten Franzosen sehen in Princen dann auch niemanden, der die Kommunikation verbessern soll, sondern einen Schnüffler für den republikanischen Monarchen. Aber nachdem sie so einen schon mal geköpft haben, werden sie sich wahrscheinlich auch diesmal im gegensatz zu den braven Deutschen nicht einschüchtern lassen. [gk]

Yahoo / AFP