CSI war gestern: High-Tech-Pathologie eröffnet

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Wenn sich diese Art von Gerichtsmedizin verbreitet, sind die CSI-Serien bald überholt und die Tatort-Abende sowieso.

Eine runde Million Euro kostete die technisch hochgerüstete Iain West Forensic Suite in London, die nach einem bekannten Pathologen benannt wurde. Das neue Gebäude dient dem Zweck, rätselhafte Todesfälle mit den fortgeschrittensten Mitteln zu untersuchen.

Es gibt einen besonders gesicherten Autopsieraum für Leichen, von denen biologische Gefahren ausgehen könnten. Und wie in allen fast Straßen und Gassen Englands üblich, wird alles mit Videokameras aufgezeichnet. Eine Live-Verbindung sorgt dafür, dass sich die polizeilichen Ermittler nicht mal mehr auf ein Schwätzchen in die Gerichtsmedizin bemühen müssen. In Zukunft dürfen sie sich in ihrem Amtszimmer bequem zurücklehnen und in Echtzeit verfolgen, wie ein Opfer zerlegt wird. Tony Nash, Detective Chief Inspector der Metropolitan Police:

„Die Untersuchungen werden aus der Ferne verfolgt. Wenn es um DNA und Faserspuren geht, sollten so wenig Personen wie möglich anwesend sein. Das verringert die Gefahr einer Verunreinigung und stärkt die Beweiskraft. Für uns macht das einen großen Unterschied aus.“

Und wann kommt die Direktübertragung bei RTL 2?

(bk)

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