AOL-Manager waren gegen den Bebo-Kauf

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Blogger Henry Blodget plaudert es aus: Viele Senior-Manager des Webportals wollten das kleine Social Network Bebo gar nicht haben. Trotzdem wurden vorige Woche 850 Millionen dafür rausgehauen.

Etliche AOL-Führungskräfte scheinen selbst nicht an den Erfolg dieser Übernahme zu glauben. Online teilten sie ihren Unmut über die Firmenentscheidung mit und kritisierten, dass Bebo wohl kaum jemals die nötigen Umsätze und Profite einbringen werde, um den hohen Kaufpreis zu rechtfertigen.
Außerdem glauben sie nicht, dass die Bebo-Community noch großartig wachsen werde. Die Firmenspitze habe angeblich sogar von den Bedenken gewusst – aber es war ihnen schnurzegal. Selbstverständlich, schließlich sollen Übernahmen ja auch keinen Sinn machen (sonst gäbe es sie ja gar nicht). Die brutale Wahrheit: Akquisitionen helfen meist dabei, die Schwierigkeiten im eigenen Hause in dem neuen Zahlenwust zu verstecken (im Idealfall auch vergessen zu machen). Auch können sich die beteiligten Manager schön fette Abschlussboni für diese Deals in die eigene Tasche stopfen. Bebo? Wird dann in ein paar Jahren dicht gemacht oder für ein paar Milliönchen wieder abgestoßen. (rm)

AlleyInsider