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Vista Service Pack 1 ist da
Unsichtbare Revolution
Das ist neu
Vista Service Pack 1 ist da
Microsoft hat sein Betriebssystem hauptsächlich unter der Haube getunt. Optische Veränderungen durch das SP1 halten sich deswegen eher in Grenzen. Freunde von interaktiver Computer-Unterhaltung werden sich beispielsweise über die Erweiterung der Grafikschnittstelle DirectX freuen. Mit DirectX 10.1 erweitert Microsoft die Funktionalität von Grafikkarten – die passende Hardware vorausgesetzt. Auch unterstützt Vista durch das SP1 auch endlich den Bios-Nachfolger EFI. Dieser soll den Flaschenhals, den das in den 80ger Jahren entwickelte Bios geschaffen hat, endlich aus der Welt schaffen. Ebenfalls neu ist der Support für das exFAT-Format. Dadurch eröffnet Microsoft Flash-Speichern ganz neue Möglichkeiten: Neben größeren Kapazitäten werden nun auch Ordner mit mehr Dateien unterstützt. Auch hat der Softwaregigant die Funktionalität von Next-Gen-Laufwerken aufpoliert. Dazu zählen HD-DVD- und Blu-ray-Wiedergabegeräte.

Der Bitlocker unterstütz nun alle Laufwerke
Bei dem Update hat Microsoft ebenfalls großen Wert auf die Verbesserung der Stabilität des Betriebssystems gelegt. So wurden beispielsweise der Windows Kalender, Media Player und die Standard-Treiber überarbeitet, um unerwartete System-Abstürze zu verhindern. Falls User nun eine NTFS-formatierte Festplatte im laufenden Betrieb abstöpseln kommt es nicht mehr zu Datenverlusten. Auch wurde das in Vista integrierte Filebackup-System überarbeitet und bietet jetzt mehr Funktionen.
Nicht zu kurz kommen beim SP1 auch die Performance-Verbesserungen. Generell gilt allerdings: Etwa ein Viertel der im Service Pack ausgelieferten Updates wurden bereits vor dem großen Patch veröffentlicht. Deswegen sind die möglichen Performance-Upgrades doch mit Vorsicht zu genießen. Besonders überarbeitet wurde das Dateisystem in Windows Vista. Dateien lassen sich nun wesentlich schneller kopieren, löschen und verschieben. Die Zeitvorschau-Funktion, die anzeigt wie lange die Datei noch verschoben wird, wurde ebenfalls überarbeitet und ist nun deutlich genauer. Große Dateien lassen sich doppelt so schnell öffnen und die ReadyBoost-Technologie wurde nochmals verfeinert um den Systemstart zu beschleunigen. Ebenfalls unters Messer kam Vistas Superfetch-Funktion, die auf Systemen ab 4 GByte Arbeitsspeicher zum Einsatz kommt. Zusätzlich soll die allgemeine Medienperformance durch das SP1 steigen. Grund dafür sind zahlreiche Bugfixes und Flaschenhälse, die Microsoft mit dem Update korrigiert.
Das SP1 enthält alle bisher veröffentlichten Sicherheitsupdates für Windows Vista und legt generell großen Wert auf die Security-Features. Die Veränderungen sind dabei im Einzelnen eher klein, aber dafür zahlreich. Vista unterstützt nun beispielsweise viele neue Verschlüsselungstechnologien und Standards. Unter anderem lassen sich mit der Laufwerksverschlüsselung Bitlocker nun alle Volumes und nicht mehr länger nur die System-Festplatte verschlüsseln. Zusätzlich bietet Vista durch das Service Pack nun deutlich mehr Tools für Systemadministratoren. Nützlich ist dabei die Hotpatch-Funktion. Sie soll bei Updates in Zukunft unnötige Systemneustarts vermeiden. Auch bietet das Defragmentierungstool nun mehr Funktionen in seiner grafischen Oberfläche. Wegen einer rechtlichen Meinungsverschiedenheit mit Google verfügt Vista nun über eine erweiterte Unterstützung für Desktop-Suchen von Drittanbietern. Zusätzlich hat Microsoft die Speicherverwaltung von 32-Bit-Systemen verändert. Diese zeigen bei 4 GByte Systemspeicher nun die vollen 4 GByte an, selbst wenn sie diese nicht komplett verarbeiten können. Zu guter letzt hob der Softwaregigant Vistas Kernelversion auf den Stand von Windows Server 2008, um die zukünftigen Updates zu verbessern und optimierte die Zusammenarbeit zwischen den beiden Systemen.






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