Wahlcomputer: Polizei ermittelt in Ohio

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Am Ende war die Wahl zum US-Präsidenten wirklich ein Betrug? Wer hätte das gedacht?

Das Ohio Bureau of Criminal Identification and Investigation hat offizielle Ermittlungen im Zusammenhang mit den dort eingesetzten Wahlcomputern des Herstellers Election Systems & Software (ES&S) aufgenommen. Auch nach der heftig diskutierten Wiederwahl von George W. Bush zum US-Präsidenten, wo unter anderem das Department of Homeland Security dafür gesorgt hatte, dass Nachzählungen von besonders überraschend Bush-lastigen Wahlbezirken verhindert wurden, blieben die Geräte im Einsatz. Im Jahr 2006 wurden bei einer Wahl Unregelmässigkeiten berichtet; so fanden Wähler ungültige Kandidaten auf der Liste. Auch wurde der Chef des Franklin County Board of Elections, Matt Damschroder, zu den Vorwahlen im letzten Herbst gefeuert: er hatte von einem Repräsentanten eines Wahlmaschinenherstellers einen Scheck über 10.000 US-Dollar aus Mitteln des Wahlkampffonds der republikanischen Partei angenommen. Der neue Wahlleiter von Ohio will nun den ganzen Bundesstaat auf Papier-Stimmzettel umstellen und die dubiosen Computer abschaffen, was aber auf heftigen Widerstand aus den Reihen der Republikaner stösst. [fe]

Inquirer UK