Google bringt Ad Manager für kleine Web-Publisher

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Am Donnerstag startete Google ein Web-Anzeigentool, das sich speziell an kleinere Publisher wendet. Der Google Ad Manager soll DoubleClicks Produkt “RevenueCenter” ergänzen.

Die US-Website E-Commerce Times berichtet über Googles neue Aktivitäten im Umfeld der kleinen Internet-Publisher. Kleinere Web-Anbieter, die wahrscheinlich eher die Hilfe von Drittanbietern oder eine starke “Self-Service”-Plattform benötigten, um etwa Online-Videowerbung zu vermarkten, seien das Hauptziel der Google-Angebote.

Google hat vor, solche Dienste als Ergänzung zu den Tools der erworbenen Werbefirma DoubleClick auszuliefern. Nach mehreren Monaten Betatest des Google Ad Managers im kleinen Rahmen und dem Kauf von DoubleClick passt er gut in Googles Marketingstrategie – und steht nun einer größeren Gruppe zum Test bereit.

Während DoubleClicks Revenue Center größere Unternehmen anspricht, die damit ihre eigenen Anzeigen vermarkten wollen, soll Ad Manager dagegen eher ein “Self Service Tool” für die kleineren Kunden und deren SalesTeams sein, sagt Googles Produktmanager Rohit Dhawan. Der Nutzer soll Ad Manager verwenden, um selbst oder mit Hilfe von externen Anzeigenverkäufern die Anzeigenplätze und deren Einsatz zu planen, steuern und auszuwerten.

Der Ad Manager ist erst einmal kostenfrei und enthält auch analytische Komponenten – so wie Google Analytics Webseiten und deren Nutzung auswertet, erkennen die Analyse-Komponenten des Ad Managers, welche Anzeigen an welcher Stelle am besten laufen. Die vergleichbaren und größer angelegten Dienste von DoubleClick sollen aber nach wie vor kostenpflichtig sein.

Ad Manager kann mit Text-, grafischen und Video-Anzeigen umgehen. Um mit dem Web-Tool zu arbeiten, ist eine Einladung durch einen weiteren Nutzer nötig. Anzeigen müssen nicht notwendigerweise über Googles AdWords und andere Angebote des Suchgiganten kommen .- die Firma hofft aber, über den Ad Manager noch weitere Kunden für diese Dienste zu gewinnen.

Google streckt seine Fühler hier vor allem in die aufkommende Videowerbung aus. Videoanzeigen und Services dazu seien großteils noch im experimentellen Stadium, erklärte eMarketer-Analyst David Hallerman gegenüber der eCommerce Times, und das, obwohl Web-Video-Angebote und deren Nutzung explodieren würden. Googles Entscheidung, die eigenen Entwicklungen stark in Richtung Videowerbung und das auch noch bei den kleinen Firmen zu expandieren, seien ein früher aber richtiger Schritt. (mk)

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