Experte warnt vor eGovernment-Risiken

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Zwar seien Sicherheitsmassnahmen vorstellbar, werden aber nicht umgesetzt.

Professor Felix Freiling von der Informatik Fakultät der Universität Mannheim sieht eine extreme Anfälligkeit von eGovernment-Systemen durch Angriffe für Aussen. Diese Verletzlichkeit sei nicht etwa grundsätzlich durch die Technik gegeben, sondern durch die halbherzige Umsetzung von Sicherheitsmassnahmen. So nannte er als positives Beispiel das weit gestreute Computercluster der Börsen-Handelsplattform Xetra. Auch für die geplante elektronische Gesundheitskarte (eGK) wäre ein solcher Sicherheitsstandard durchführbar. Allerdings würde das neben einer Kostenexplosion auch die Einführung von strengen Verhaltensregeln für die Benutzer bedeuten. Beides erscheint nicht praxisnah, so dass Professor Freiling sich für die Zukunft sogar eine “Rolle rückwärts” vorstellen kann: wegen der kaum überwindbaren Schwierigkeiten könnten diese ausgesprochen grossen Systeme wieder aus der Mode kommen. Das vollständige Interview findet sich hinter dem Privatsphäre-Link unten. [fe]

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