Cebit-Nachlese: Die Netzwerk-Trends in Bildern
Schnelle WLANs, schicke Media-Adapter und cleveres Powerline

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Bei den Netzwerkherstellern stand die Cebit deutlich im Zeichen des neuen WLAN-Standards 802.11n. Wobei man mittlerweile nicht mehr nur auf Router und PC-Cards setzt, sondern versucht mit Media-Adaptern und Bridges auch die heimische Unterhaltungselektronik ins Funknetzwerk zu integrieren.

802.11n startet durch

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Die Arbeiten an 802.11n ziehen sich nun schon einige Jahr hin, stehen aber kurz vor dem Abschluss. Bei Intel geht man davon aus, dass der WLAN-Standard wohl in diesem Sommer verabschiedet wird. Das sagte uns Intel-Manager Martin Strobel auf der Cebit. Bei den Netzwerkherstellern ist man nicht ganz so optimistisch und wäre nicht überrascht, wenn es statt diesem Sommer erst Anfang 2009 etwas wird. Dennoch präsentierte man auf der Messe zahlreiche 802.11n-Geräte, denn daran, dass sich diese später per Firmware-Update auf die Standard-Spezifikationen aufrüsten lassen, zweifelt mittlerweile kaum noch jemand.

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So wurden zahlreiche Access-Points und WLAN-Router angekündigt, die nach 802.11n funken – und dass nicht nur im 2,4-GHz-Bereich, sondern auch im 5-GHz-Frequenzband. In letzterem ist deutlich weniger los, so dass die Verbindungen stabiler sind. Wer beispielsweise HD-Streams überträgt wird das zu schätzen wissen. Besonders vielversprechend scheint D-Links DIR-855, der in beiden Frequenzbändern gleichzeitig arbeitet. Der Anwender braucht sich nicht für eines entscheiden, sondern kann zwei Funkzellen gleichzeitig aufbauen. Das Gerät, das voraussichtlich im Mai auf den Markt kommen soll, besitzt ein kleines Display am Gehäuse, über das sich der Verbindungsstatus kontrollieren lässt.

Ebenfalls sehr interessant: Netgear bringt dank neuer Antennentechnologie mehr und dafür kleinere Antennen in den Geräten unter, was sich positiv auf Reichweite, Datendurchsatz und Stabilität der Verbindung auswirken soll. In den beiden WLAN-Routern WNDR3300 und WNR3500 sind acht Antennen verbaut – intern, von Außen sind sie nicht zu sehen. Auch der USB-Stecker WNDA3100 soll von der neuen Antennentechnologie profitieren; wir werden das bei Gelegenheit überprüfen.

Gut gefiel uns der Linksys EasyLink Advisor (LELA), ein neues Tool mit dem der Hersteller unbedarften User die Einrichtung der Geräte erleichtern will. Der User bekommt einige einfache Fragen gestellt und im Gegenzug genaue Anweisungen, etwa zum Anstecken der Kabel oder zum Einrichten der WLAN-Verschlüsselung – und das weitestgehend ohne Fachchinesisch. Es wird durchgehend mit hilfreichen Bildern gearbeitet und, gibt es doch einmal Probleme, direkt mit dem Support verbunden.


WLAN für Fernseher und Spielekonsolen

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Auffällig ist, dass die Hersteller mittlerweile nicht mehr nur PCs und Notebooks im Funknetzwerk sehen, sondern auch Fernseher, Spielekonsolen, Drucker und andere Geräte. So hat mittlerweile jeder Hersteller Media-Adapter im Programm, die Fotos, Videos und Musik vom Rechner oder Netzwerkspeicher zur heimischen Unterhaltungselektronik übertragen, und das in vielen Fällen per WLAN. Allerdings kommt hier noch 802.11g zum Einsatz – Geräte mit Wireless-N werden aber vermutlich nicht mehr allzu lange auf sich waren lassen.

Außerdem sind nun auch Wireless-Bridges häufiger anzutreffen – Client-Adapter mit LAN-Ports, über die sich etwa Spielekonsolen, NAS-Geräte, aber auch Rechner ins WLAN einbinden lassen. Gut gefiel uns der Plan von Netgear, seine WNHDE111 im Bundle zu verkaufen – die Bridges, bei denen sich die Verschlüsselung bequem per Knopfdruck einrichten lässt, erkennen selbständig, wer als Access-Point und wer als Client arbeiten muss. Der Anwender braucht sich nicht mit einer Konfiguration herumschlagen. Nett auch Zyxels NWA570N, der sich wahlweise als Access-Point, Repeater, Bridge oder Client-Adapter einsetzen lässt – je nachdem, was man gerade benötigt.

Spannende Neuerungen gab es allerdings nicht nur im Bereich WLAN zu sehen. Höchst praktisch sind zum Beispiel auch einige der neuen Powerline-Adapter. Sie haben nicht nur eine Steckdose an Bord, so dass sich elektrische Geräte anschließen lassen, obwohl die Steckdose in der Wand blockiert ist. Zudem kann die Verschlüsselung – wie mittlerweile bei Funknetzwerke durchaus üblich – per Knopfdruck am Gerät eingerichtet werden. Der User braucht keine Konfigurationstools, sondern legt nur per Button fest, welcher Adapter die Basisstation spielen soll, mit der dann alle anderen Geräte, ebenfalls durch Druck auf den Button, den Schlüssel austauschen. Netgear will die XXX getauften Geräte demnächst offiziell ankündigen.