Öffnet AOL sein Instant-Messaging-Protokoll wirklich?

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AOL präsentiert “Open AIM 2.0” und öffnet sein Messaging-Protokoll für Entwickler. Doch im Kleingedruckten gelten wohl noch immer einige Restriktionen, bemängeln Programmierer.

Das Instant-Messaging-Netz des Online-Anbieters soll offener werden. So soll das OCAR-Protokoll, mit dem sowohl AIM als auch ICQ arbeiten, geöffnet werden.

Ein Software-Entwicklerkit soll ermöglichen, eigene Clients für das AIM-Netz zu schreiben, doch der Anbieter legt klar fest, was erlaubt ist und was nicht. Das sollte zwar unter “Open AIM 2.0” anders werden, doch erste Entwickler jammern schon: Man müsse den User immer einige AIM-Optionen anklicken lassen, zum Beispiel die Auslieferung von Werbung.

So hat AOL für das OSCAR-Protokoll auch eine eigene Lizenz veröffenlicht, an die sich die Entwickler halten müssen, wenn sie AIM- oder ICQ-Funktionen in ihre Anwendungen integrieren wollen. Die SDKs und APIs sollen auch den Betrieb eigener internationaler Chats erlauben.

Die Unterstützung mehrerer Protokolle in Clients und die Integration in Handy-Software sind jetzt erlaubt . Ähnlich Google fürs Web versucht AOL nun, mit dem Zugriff auf seine Chat-Funktionen unter dem Namen “AIM Money” Werbung zu verkaufen und die Programmierer der Clients daran zu beteiligen. Auch diese Funktion soll ab April 2008 nutzbar sein.

Wer allerdings nicht zwei von fünf wählbaren Anforderungen erfüllt, unter anderem die Einblendung von AIM-Money-Anzeigen in der eigenen Applikation oder die Integration der AIM-Toolbar, darf das Protokoll nicht nutzen. Mehr unter

dev.aol.com/openaim. (mk)

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