Sony beendet Handy-Produktion für NTT DoCoMo

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Die Marktsättigung in Japan sei zu groß, um in Geschäften mit lokalen Telekommunikationsbetreibern noch Geld zu machen, erklärten Sony-Manager dem japanischen Wirtschaftsblatt “The Nikkei”.

Die Entwicklungskosten auf dem schrumpfendem lokalen Markt seien zu hoch, erklärte Sony gegenüber “The Nikkei“. Deshalb werde man zum Jahresende die Herstellung von Handys für Anbieter NTT DoCoMo beenden. Weil der japanische Markt weitgehend gesättigt sei werde man sich auf das Auslandsgeschäft konzentrieren, erklärte ein Sprecher gegenüber der Wirtschaftszeitung.

Der Weltmarkt für Mobiltelefone boomt mit zweistelligen Zuwachsraten, doch Japan ist der Welt im Mobilfunk weit voraus – zu weit, denn die Hersteller müssen sich dort in diesem Jahr mit sinkenden Absatzzahlen herumschlagen. Schließlich hat in Japan schon fast jeder Bürger mehr als ein Gerät – und das meist mit mehr Funktionen als man braucht. Die Entwicklungskosten für immer besser ausgestattete Geräte werden daher so teuer, dass sie sich nur schwer wieder rentieren. Die kleineren Anbieter Sanyo und Mitsubishi Electric haben sich daher schon entschlossen, sich aus dem lokalen Business ganz zurückzuziehen.

Sony beendet die schon begonnenen Entwicklungen und will im Sommer noch einmal neue Handys exklusiv für NTT DoCoMo vorstellen. Dann aber werde nichts mehr entwickelt – DoCoMo könne dann aber Geräte des Sony-Ericson-Joint-Ventures erhalten. (mk)

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