Apple kauft Patent für Mobiltechniken

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Zwar hat der Hersteller Techniken für Bewegungs- und Neigungswinkel-Erkennung schon in seine Geräte integriert, hat aber nun wohl aus Angst vor Klagen die passenden Patente erworben.

Die Erfinderin Lyndsay Williams hatte einst ein Patent an die British Telecom (BT) verkauft, in der es um die Technik eines Minicomputers in einem Schreibstift ging. Der “SmartQuill” sollte durch Bewegungs-Auswertung Handschrift erkennen – das Gerät kam nie auf den Markt. Die dafür erteilten Patente aber decken Techniken ab, die Apple und andere Anbieter nutzen, um zum Beispiel die Anzeige in einem Display abhängig von dessen Lage (quer oder längs) zu steuern.

Nun kaufte Apple das Patent. Die Erfinderin arbeitet inzwischen für die Firma Girton Labs, die den Patentinhaber-Wechsel auf ihrer Website meldet.

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Patent-Ansprüche an Apple im Detail – bevor der Hersteller die Rechte erwarb

Das US-Patent 6,956,564 beschreibt diesen Stift-Computer und die Techniken dahinter. Wie Apple diese Techniken nutzt, hat Williams auf einer Webseite veröffentlicht – darunter die Erkennung der Display-Lage mit Anpassung des Bildschirms sowie eine Technik für den “Annäherungs-Sensor”, der Display und Touchscreen abschaltet, sobald das Gerät als Telefon in der Nähe des Gesichtes des Nutzers liegt.

Erstaunlich: das Patent wurde schon vor 10 Jahren erteilt – die Hersteller aber waren seinerzeit wohl noch nicht so weit, seine Tragweite zu erkennen. (mk)

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