USA nimmt Kuba-Reisebüro vom Netz

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Auch wenn man als Brite in Spanien sitzt, ist man nicht sicher vor dem langen Arm des US-Schatzministeriums.

Eigentlich hatte Steve Marshall nur den kulturellen Horizont der US-Bürger erweitern und ihnen die verbotene süße Frucht des Kuba-Besuchs präsentieren wollen. Das hat dem Reisebürobetreiber bereits vor zweieinhalb Jahren einen Eintrag auf der Schwarzen Liste der US-Behörden verschafft, die in ihm einen Unterstützer des Castro-Systems witterten. Was allerdings für den wie erwähnt in Spanien lebenden Mann bisher kein Problem war – solange nicht, bis das amerikanische Unternehmen davon Wind bekam, das seine Domain registriert hatte.

Dann ging’s schnell: Ohne Vorwarnung wurde Marshalls .com-Domain abgeschaltet und auch nicht für ihn freigegeben – dabei  befindet sich die dazugehörige Site auf  einem Server auf den Bahamas. Klagen kann Marshall dagegen kaum, denn er müsste in den USA die Registrierungsfirma vor den Kadi bringen, die einfach behaupten kann, Regierungsanweisungen zu folgen.

Marshall ist inzwischen zu einem europäischen Anbieter gewechselt und hat auf .net umgestellt. [gk]

Ars Technica