USA: Industrie wird Hilfspolizei

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Klar doch, dass in den Zeiten des Terrors alle zusammenhalten müssen. In den USA setzten sich daher Industriespitzen mit dem Department of Homeland Security (DHS) zusammen, um über den gegenseitigen Datenaustausch zu plauschen.

Namentlich nicht bekannte Vertreter von Banken und Telekommunikations- und Energieunternehmen sollen sich mit dem DHS auf eine Runde “Zeigst Du mir Deins, zeig ich Dir meins” verabredet haben. Bereits im Februar haben die als geheim klassifizierten Gespräche begonnen, die noch bis Mai dauern sollen.

In der trauten Runde geht es darum, dass jeder aus dem Nähkästchen plaudert, wie es denn in seinem Bereich um Cyber-Attacken und Datenspionage bestellt ist. Ziel der US-Regierung ist es dabei offenbar, unangenehmen politischen Kontroversen aus dem Weg zu gehen: Die Ausdehnung der Überwachungsaktivitäten im privaten Bereich ist nach der Affäre um die nicht wirklich legalen Abhörtätigkeiten der NSA schlecht durchzusetzen, und so trifft es sich gut, wenn die Unternehmen antanzen, um freiwillig Informationen zu liefern. [gk]

Forbes