Gewalt-Studien: Nicht ganz sauber?

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Am schönsten ist es in der Wissenschaft ja immer, wenn man vorne schon weiß, was hinten rauskommt. So soll es auch bei den meisten Studien über vermeintlich gewalttätig machende Spiele sein,  meint die Mitautorin eines Buches, das mit Mythen über Videospiele aufräumen will.

Dr. Cheryl K. Olson hat zusammen mit einem Kollegen das Buch Grand Theft Chieldhood verfasst, das im Frühjahr erscheint und einen differenzierten Blick darauf wirft, ob Videospiele wirklich zu Gewalttätigkeit führen oder nicht.

In einem Interview hat die Wissenschaftlerin relativ deutliche Worte für die Kollegen gefunden, die eindeutige Zusammenhänge herstellen: In der Regel sei deren Methodik ungeeignet; dafür hätten sich viele von ihnen mit ihren Thesen schöne Medienkarrieren gebastelt.

Konkret verweist Olson darauf, dass die am häufigsten veröffentlichten Studien von einer kleinen Gruppe experimenteller Psychologen gekommen seien, die Studenten jeweils 15 Minuten lang beim Spielen gewalttätiger und nicht-gewalttätiger Spiele beobachtet hätten. Ob die daraus resultierenden Ergebnisse auf “echte” Kids in Langzeitstudien anzuwenden seien, erscheine ihr fraglich – Medien und Politik seien aber an dem Unterschied in der Regel nicht interessiert. [gk]

Slashdot