iPhone-SDK erhältlich – mit Einschränkungen

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Die Firmware 2.0 und das endgültiges SDK kommen erst im Juni. Anbieter können dann Software über den iTunes-Store anbieten – mit Apple-Beteiligung.

Sowohl die Finalisierung des Software Development Kits als auch die neue Firmware 2.0 für das iPhone haben sich in den Juni verschoben. Zwar steht ab jetzt das iPhone-SDK für Software-Entwickler schon als Beta zum Download bereit, doch selbst programmierte Anwendungen lassen sich erst mit der künftigen Systemversion 2.0 installieren.

Das Firmware-Upgrade, das Apple umsonst verteilen will, erlaubt erst die Installation von Nicht-Apple-Applikationen. Deren Verteilung allerdings soll nur über iTunes möglich sein, eine Synchronisation mit dem eigenen PC oder Mac ist nicht vorgesehen – so kann Apple an der Software-Verteilung mitverdienen. Anbieter können zwar den Preis frei wählen, doch Apple behält ganze 30 Prozent der Summe für sich. Der Hersteller betont aber, dass für kostenlose Programme auch keine Gebühren fällig sind und sie trotzdem per iTunes verteilt werden können.

So zahlt der Nutzer für die drahtlose Download-Verbindung zu iTunes und der Anbieter der Software für deren Verteilung. Wer Intranet-Applikaionen schreibt oder spezielle Enterpise-Anwendungen für das Apple-Telefon produziert, zahlt 299 Dollar für das Enterprise-Entwicklungsprogramm.

Das SDK beruht auf den Grundfunktionen von Mac OS X und der dafür erhältlichen Entwicklungsumgebung Xcode. Das iPhone-SDK soll Bewegungssensor, Speicher und Touchscreen im iPhone und im iPod Touch abfragen können. Mac-Entwickler können mit einem “iPhone Simulator” die Handy-Anwendungen auf dem großen Rechner testen.

Die endgültige Version des SDK soll dann Ende Juni 2008 zu haben sein und kostet erst einmal nichts. Wer aber seine Anwendung veröffentlichen will, muss erst einmal eine Gebühr von 99 US-Dollar berappen. Auch die neue Firmware für das iPhone kostet nichts – die Nutzer des iPod Touch, das gleiche Funktionen aber kein Telefon bietet, sollen aber für das System-Upgrade bezahlen. Wie hoch der Preis dafür ist, den Medienplayer zum PDA umzubauen, steht noch nicht fest. (mk)

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